Prozessorientierte Intimmassage


 In jedem von uns wohnt sowohl der Wunsch nach Sicherheit wie nach Wachstum.

 

Risiken sind dann heilsam wenn sie beides berücksichtigen. Um sich wahrhaftig entwickeln zu können ist es sinnvoll die eigenen Grenzen zu erweitern, denn nur so kann es zu mehr Spielraum und mehr Möglichkeiten kommen Entscheidungen zu fällen, die aus dem Inneren heraus getroffen werden. Dabei geht es jedoch auch darum immer nur so weit zu gehen wie es für die Seele gerade richtig ist und seinen Barrieren mit Achtsamkeit zu begegnen.

Der Schoßraum führt meist zu zentralen Lebensthemen, die sich auf körperlicher, emotionaler und spiritueller Ebene zeigen. Wir sind verkörperte Seelen und beseelte Körper. Wir brauchen es beide Bereiche anzusprechen: in uns wohnt das Bedürfnis uns von körperfeindlichen Mustern zu befreien und die Sehnsucht danach unser ekstatisches Potenzial zu entfalten. Dieses ermöglicht uns die tiefe Verbundenheit zu erfahren die der Grund unserer Seele ist.

 

Durch achtsame Berührung kann der Intimbereich erwachen, negative Erfahrungen können aufgelöst werden. Emotionale Verletzungen können ihren Ausdruck finden und sich transformieren. Eine Versöhnung mit dem eigenem Körper kann stattfinden. 


Die bei der prozessorientierten Intimmassage stattfindende genitale Berührung ist Bestandteil von sexueller Selbsterfahrung und gesundheitspraktischer Sexualpädagogik. Sie ist weder eine sexuelle Handlung, noch eine sexuelle Dienstleistung und ersetzt auch keine Therapie. Sie ist eine Hilfe zur Selbsthilfe, es wird permanent miteinander kommuniziert, eine gemeinsame Erforschung auf Augenhöhe findet statt. Ihr Ziel ist es behutsame Veränderungsprozesse auszulösen und diese so zu begleiten, dass sie zur eigenen Mitte führen. Der Schoßraum bietet eine Anbindung an Tiefes Wissen, Weisheit, souveräne Macht und Lebenskraft.

 


Ist das nicht zu Intim?


 

Grundsätzlich geht es um eine Auseinandersetzung mit Intimität. Gerade bei Frauen* kann eine Taubheit im Schoßbereich auf eine große Palette an verdeckten Gefühlen hinweisen. Durch eine zuhörende Berührung können diese wiedererweckt werden. Daraus entfaltet sich eine große Lebenskraft. 

 

Sexualität ist ein stark vorbelastetes Thema. In dieser können Menschen sich sehr verletzlich fühlen. Es ist leider äußerst selten, dass hier nur gute Erfahrungen gemacht wurden. Es kann also durchaus sein, dass sie mit Barrieren, Schmerz und Schutzmechanismen in Kontakt kommen. Denn unser Körper hat ein emotionales Gedächtnis und speichert viele Erfahrungen ab. Mit diesen wieder in Berührung zu kommen ist das Ziel dieser Arbeit. Es geht hierbei über unser herkömmliches Verständnis von Sexualität hinaus, in dem es nur Lust und Freude geben sollte. Es können auch Tränen, Unbehagen, Angst, Trauer oder Wut aufkommen. Es sind Erfahrungen die sich als Muskelanspannung in Ihrem Körper zurückgezogen haben. Diese können sich taub anfühlen, hart oder schmerzvoll. Wenn Gefühle nicht gefühlt werden, sondern verdrängt oder festgehalten werden, dann bleiben sie im Körper gespeichert, meist als Verspannung. Sie halten Lebendigkeit zurück. So lohnt es sich Ihnen Raum zu geben. Erst dann können sie sich entfalten und auflösen. Die darunter liegende Freude, Vitalität, Lust und Lebenskraft kann dann in all ihrer Intensität zum Vorschein kommen.